Wisentatalbahn - Fahrzeuge 
Förderverein Wisentatalbahn e.V.
 

Die Fahrzeuge der Wisentatalbahn

Alle vorgestellten Fahrzeuge sind Eigentum des Fördervereins Wisentatalbahn e.V. Sie sind im Betriebshof Schleiz beheimatet.
Einstellendes EVU ist die DRE-Bahnverkehr in Strehla.

1. Der Schleizer Schienenomnibuszug

Der Zug besteht aus einer dreiteiligen Triebwagengarnitur vom Typ Uerdinger Schienenbus VT/VS 98. Alle Wagen verfügen über WC und Waschgelegenheit. Sie sind im Laufe ihrer jahrzehntelangen Einsatzzeit in jeweils unterschiedlicher Weise modernisiert worden. Bereits ab Werk wurden sie mit Scheibenbremsen ausgerüstet.
Die Fahrgäste können die meisten Sitzbänke so umlegen, dass sie in Fahrtrichtung reisen. Aus dem Wageninnern hat man eine gute Rundumsicht, darf dem Lokführer über die Schulter schauen und hat Sicht auf die Fahrstrecke.
In allen Wagen wird der Service der Zuggastronomie geboten.
Man reist sehr bequem. Ein besonderes Reiseerlebnis wird durch den historischen Charakter des Zuges vermittelt.
Im Sonderzugverkehr können je nach Gruppengröße und Kombination der Triebwagen zwischen 25 und 130 Sitzplätze zur Verfügung gestellt werden. Zu einem planmäßigen Zug können Sie für Ihre Gesellschaftsfahrt einen Sonderwagen bestellen, den wir gerne mitführen.
Das gilt für den Regelverkehr zwischen Schönberg(Vogtl) und Schleiz West ebenso wie für Ausflugsfahrten in andere Regionen. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz besteht im Bahnhof Schönberg(Vogtl).
Die Wagen des Schleizer Schienenomnibuszuges sind mit allen Einrichtungen ausgerüstet, die die Teilnahme am allgemeinen Eisenbahnbetrieb aktuell erfordert.
Wir nehmen für Sonderzüge und Sonderwagen gerne Bestellungen entgegen.
Bitte beachten Sie, dass dafür ein gewisser zeitlicher Vorlauf erforderlich ist.


2. Die Triebwagen der Baureihe 798 - Uerdinger Schienenbusse

In den 1950er und 1960er Jahren entstanden im Auftrage der Deutschen Bundesbahn in der Waggonfabrik Uerdingen nahe Krefeld große Serien der zweimotorigen Schienenbusse (2 x 150 PS bzw. 2 x 110 Kw) der heutigen Baureihe 798. Mehrere weitere Firmen erhielten Produktionsaufträge für Triebwagen, Beiwagen und Steuerwagen. Die meisten Wagen wiesen als Sekundärfederung Luftbälge auf, auf denen der Fahrzeugkasten ruht, so dass guter Fahrkomfort vermittelt wird. Die Außenhaut besteht aus Aluminiumblechen. Nur wenige Exemplare wurden allerdings jemals grundlegend überholt und den gestiegenen Ansprüchen der Reisenden genügend umgebaut. Alle 98er sind mit verstärktem Rahmen und Regel - Zug- und Stoßvorrichtungen ausgerüstet, so dass Rangierarbeiten durchgeführt und Personen- oder Güterwaggons beispielsweise im Stückgut- und Expressdienst mitgeführt werden können. Der verbreitete Einsatz der Schienenbusse ermöglichte die weitgehende Rationalisierung des Bahnverkehrs im ländlichen Raum und trug zum Erhalt vieler Nebenbahnen bei. Erst im Jahre 2000 endete der Planeinsatz bei der Deutschen Bahn.


3. Die Triebwagen und der Steuerwagen des Schleizer Schienenomnibuszuges

3.1. Triebwagen 95 80 0798 813 3 D-DRE

Er wurde 1962 bei MAN in Nürnberg erbaut, war bei der Deutschen Bundesbahn als VT 798 813 im Personenverkehr bis 1984 eingesetzt und fuhr nach Umbau und Modernisierung als Indusimesstriebwagen. Im Jahre 1999 erwarb ihn die AKN-Eisenbahn (Altona-Kaltenkirchen-Neumünster), modernisierte ihn weiter (u.a. mit einem geschlossenen WC-System) und verwendete ihn ebenfalls als Messfahrzeug. Er ist mit Luftfederung ausgerüstet. Seit dem 05. September 2014 steht er bei der Wisentatalbahn im Einsatz. Er bietet ca. 25 bis 30 Sitzplätze, die zum Teil an kleinen Tischen angeordnet sind.

3.2. Triebwagen 95 80 0798 592 1 D-DRE

Erbaut 1956 von WMD (Waggon- und Maschinenbau GmbH Donauwörth), war er bei der Deutschen Bundesbahn als VT 798 592 im Einsatz, wurde dann gründlich erneuert (z.B. Einbau einer automatischen Türschließanlage) und fuhr von 1993 bis 1996 als VT 204 bei der Dürener Kreisbahn. Die DRE erwarb ihn und setzte ihn als VT 798 01 unter anderem in der Dübener Heide, im Elbe-Elstergebiet und zwischen Dessau und Wörlitz bis 2011 ein. Seit dem 26.11.2016 fährt er auf der Wisentatalbahn. Den Fahrgästen stehen 54 Sitzplätze zur Verfügung.

3.3. Steuerwagen 95 80 0998 633 1 D-DRE

Er wurde 1956 von der Waggonfabrik Credé in Kassel-Niederzwehren hergestellt und fuhr bei der Deutschen Bundesbahn als VS 798 633 bis 1991. Nach gründlicher Erneuerung (z.B. Einbau einer automatischen Türschließanlage) setzte ihn die Dürener Kreisbahn als VS 251 von 1993 bis 1996 ein. Er gelangte dann zur DRE, die ihm die Nummer VS 998 01 gab. Der Wagen hat keine Motoren, aber einen Führerstand, von dem aus der Lokführer die Motoren und die Anlagen eines oder mehrerer im selben Zugverband eingereihter Triebwagen steuern und überwachen kann. Daher wird er Steuerwagen genannt. Seine Luftfederung sorgt für angenehmen Komfort. Ein großes Mehrzweckabteil für die Fahrrad- und Gepäckbeförderung schließt sich an den Fahrgastraum mit seinen 34 Sitzplätzen an. Bei der Wisentatalbahn fährt der Steuerwagen seit dem 15. April 2016.


4. Die Arbeitsfahrzeuge der Wisentatalbahn

4.1. Zweiwegebagger Liebherr A 900 litronic 66561

Beide Arbeitsfahrzeuge wurden für die Instandhaltung der Wisentatalbahn beschafft. Anderen Interessenten können sie nach Vereinbarung zur Verfügung gestellt werden.

4.2. Anhänger zum Zweiwegebagger 66562



5. Das Abstellen von Schienenfahrzeugen in Schleiz

Nach entsprechender vertraglicher Übereinkunft können Fahrzeuge auf den Gleisanlagen des Bahnhofes Schleiz abgestellt werden.
Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, setzen Sie sich bitte mit der Deutschen Regionaleisenbahn oder mit dem Förderverein Wisentatalbahn in Verbindung.